Studio Lev Kassel e.V. ist ein gemeinnütziger Verein für musikalische (Bühnen-)Projekte von und mit Jugendlichen in der Region Kassel.

Die Arbeit des Vereins teilt sich auf die Bereiche Entdecken, Entwickeln, Empower, Entertain! und Educate auf. Seit seiner Gründung setzt sich der Verein besonders für queere Repräsentation ein, hat mit einem professionellen Kreativteam und Bühnen-Nachwuchs acht Musicals produziert und ist u.a. mit dem Kulturpreis der Stadt Kassel ausgezeichnet.

Studio Lev Kassel e.V. fördert u.a. durch niedrigschwellige Zugänge, bedürfnisorientierte Formate und aktive, zielgruppengerechte Ansprache die kulturelle und politische Teilhabe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Die Teilnehmenden (TN) haben in den Formaten ein hohes Mit-bestimmungsrecht – inhaltlich, gestalterisch und hinsichtlich der Arbeitsstruktur – dadurch schulen sie u.a. ihre Empathie-, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit und Kreativität.

Studio Lev Kassel e.V. behandelt in den Projekten Diversität mit genderneutraler Besetzung bei Castings, in der Entwicklung von neuen Bühnenstücken zu Queer History, durch die Auseinandersetzung mit Leichter Sprache und in den Jahresthemen, 2021 z.B. „Projekte gegen Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus“. Durch neue Formate, Weiterbildungen und das Erforschen und Implementieren von Strukturen wird das Verständnis für diskriminierungsfreies Arbeiten, SLK als Ort der Demokratie und die TN als politische Personen geschult und in alltägliche Abläufe integriert.

Studio Lev Kassel e.V. ist überzeugt davon, dass auch an Jugendprojekte der Anspruch der maximal möglichen Professionalität gelten kann, wenn diese auf einer vertrauensvollen Zusammenarbeit in einem möglichst diskriminierungs- und barrierearmen Raum, dem Streben nach einer kollektiven Bestleistung mit hohem künstlerischen Anspruch und einer hohen Identifikation mit dem Verein, dem Thema des jeweiligen Projektes und der unbedingten Leidenschaft für das Theater fußt. Dafür stellt Studio Lev sowohl vom Kreativteam als auch von den Nachwuchstheatermacher:innen Stärken vor Defizite, Kommunikation vor Hierarchie und kollektive Fantasie vor Monotonie.